Barbara stirbt nicht Alina Bronsky Kiwi Verlag Kiepenheuer und Witsch Rezension Buch neu

Barbara stirbt nicht – Neues Buch von Alina Bronsky

Walter Schmidt hat sich zeitlebens von seiner aus Russland stammenden Frau umsorgen lassen. Das Russische hat er ihr gleich am Anfang abgewöhnt und auch so hat er ihr natürlich nicht alles durchgehen lassen. Nun war Barbara im Badezimmer zusammengebrochen und konnte nicht das Frühstück zubereiten. Was soll er nur machen? Noch nie musste der Rentner selbst Kaffee kochen!

Seit diesem Tag betritt Barbara nicht mehr die Küche und Schmidt „musste jetzt Barbara sein, für sich selbst und Barbara.“ Doch in erster Linie dachte er weiter an sich, er will es auch nicht wahrhaben, dass seine Frau krank ist.

Die Not und der Hunger lassen Schmidt den Fernsehkoch Medinski auf Facebook entdecken. Über Barbaras Facebook-Zugang lernt er allmählich kochen und sehr Humorvolles wird da in den Chats geschrieben. Überhaupt, trotz all der versteckten Tragik ist vieles zum Lachen.

Walter Schmidt wird bewusst, wieviel seine Frau stets ohne zu Murren für die Familie erledigte. Nie hat er ihr dafür gedankt. Im Laufe der Geschichte kommen ein paar alte Geschichten auf. Ein Buch, das sehr gut in die Adventszeit passt, warum, kann ich hier aber nicht einfach ausplaudern.

Ich mochte bereits Alina Bronskys Buch „Baba Dunjas letzte Liebe“ in dem sie mich nach Tschernobyl führte und auch „Barbara stirbt nicht“ hat mich jetzt gut unterhalten. Herzlichen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar.

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