Anne Weber Annette ein Heldinnenepos Deutscher Buchpreis 2020 dbp 2020

Deutscher Buchpreis 2020: Konnte mich dieses Buch begeistern?

Anne Weber hat 2020 den Deutschen Buchpreis gewonnen.

„Annette, ein Heldinnenepos“ beruht auf einer wahren Lebensgeschichte.

Die heute fast hundertjährige Französin tritt in sehr jungen Jahren der kommunistischen Résistance bei, versteckt Juden, organisiert dort, hilft da, überbringt heimlich Kuverts. Nach dem Zweiten Weltkrieg studiert sie Medizin, heiratet und bekommt Kinder.

Noch immer lockt sie der Nervenkitzel, im Untergrund zu arbeiten.

„Annettes reger Geist und ihre rege Zunge brauchen das Tätig sein; nur durch Bewegung und durch Tat leuchten ihr auch die Theorien ein.“  So engagiert sie sich in der algerischen Unabhängigkeitsbewegung.

Der Satz „Sie glaubt nicht an Gott, aber er an sie.“ auf der ersten Seite, machte mich neugierig. All zu leicht war das Lesen des Epos aber doch nicht für mich, um ehrlich zu sein. Viel Französisches, Verse, die ich manchmal mehrmals lesen musste und vielleicht zu wenig Hintergrundwissen über den Algerienkrieg brachten mich in keinen Leseflow. Auch die Sprache konnte mich nicht immer begeistern. Beispiel S. 99:

„Die Ereignisse, die ersten, ereignen sich paar Monate danach,…“

Ich finde die durchgehende Versform, der Gesang auf die Heldin, lässt vieles weg, das ich zum Verstehen gebraucht hätte. So viel Dramatisches wird erzählt, doch ich vermisste einen konkreten Spannungsaufbau.

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