Judith W. Taschler Das Geburtstagsfest Droemer Rote Khmer Kambodscha

Eine Fünfziger-Feier und ein Überraschungsgast werden zum Desaster

Was mit einer netten Fünfziger-Feier und einem Überraschungsgast, der den Jubilar besonders erfreuen soll beginnt, endet im Desaster.

Kim und Tevi fanden Anfang der 80iger Jahre als Jugendliche Asyl in Österreich. Beide verloren während des Autogenozids in Kambodscha ihre Familien, beide sind schwer traumatisiert. Ihre Kindheit in Asien verlief allerdings höchst unterschiedlich.

Judith W. Taschler gibt tiefen Einblick in das Kambodscha der Siebzigerjahre, in jene Zeit, als die Rote Khmer völlig willkürlich wütete. Unglaubliche Folter, Hunger, massenweise gezielte Hinrichtungen von Ärzten, Unternehmern und anderen Gebildeten sind bezeichnend für die Zeit des „Steinzeitkommunismus“ unter Anführer Pol Pot.

Im typischen Taschler-Stil wird erst nach und nach Vergangenes Preis gegeben, springt der Roman interessant in den Zeiten und Rückblenden. Somit: Eine große Leseempfehlung.

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