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Nils geht

Spannend geschrieben, rasch gelesen (sogar für Lesemuffel, nur 139 Seiten!): Nils geht

„Wenn sie ein wenig gezaudert hatten am Anfang, dann war das jetzt vorbei, alle Hemmungen waren verloren, alle Regeln in den Wind geschossen, alles war erlaubt, Jo hatte das gesagt, alles war erlaubt, wenn Jo das doch gesagt hatte. …. Und Rasmus? Rasmus hielt das Handy im Anschlag, filmte mit gierigen Augen, filmte ohne Stopp und Erbarmen…“

Gabi Kreslehner hat ein sehr wichtiges Buch geschrieben. Für Schüler:innen und Eltern, für Lehrer:innen, Erzieher:innen, für alle, die mit jungen Menschen zu tun haben. Sie erzählt von Nils, gemobbt von Vieren seiner Klasse. Zunächst indem sie ihn einfach nur Detlef nannten, steigerte es sich ins Unerträgliche, und natürlich sind in Nils Klasse nicht nur er und die vier Mobber sondern noch sehr viele Zuseher, Wegseher, Ermöglicher. Auch unter den Lehrern. Gibt es einen Ausweg oder bleibt ein Opfer immer Opfer?

Der Aufbau ist eine abwechslungsreiche Mischung aus Täter-Aussagen bei Polizei und Psychologen, dem Bericht eines Mädchens, das in der Zwickmühle sitzt und der Erzählung aus einer dritten Perspektive.

Lest dieses Buch, kauft es für alle Schulbüchereien ab der 6. Schulstufe, empfehlt es, schaut hin! Denn, Hand hoch, wer hatte nicht schon mit Mobbing zu tun? Zumindest als Ermöglicher:in?

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